Rundbrief 45 - 17.9.2026 |
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit der Entwicklung von Kompetenzen der Hospiz und Palliativarbeit bei Haupt- und Ehrenamtlichen im Blick auf die Begleit- und Koordinationstätigkeiten einerseits und bei Hospizeinrichtungen und –träger im Blick auf ihre gesellschaftliche Wirkungskraft befassen wir uns schon seit vielen Jahren. Sterbende Menschen im Sinne der Hospizidee von Cicely Saunders in Deutschland begleiten zu können, sieht sich anders als am Anfang der Hospizbewegung heute in einem sehr differenzierten System von Unterstützungsmöglichkeiten. Eine adäquate Fort-, Weiter- und Ausbildung verlangt da im Sinne der vielfachen Bedürfnislagen der sterbenden Menschen eine Kompetenz im Ganzen, denn zunehmend werden Hospiz- und Palliativeinrichtungen in einer Kombination von verschiedenen Leistungsangeboten tätig. Seit 2017 erarbeiten wir dazu in zwei Arbeitsgruppen, bestehend aus Daniela Grammatico (ltd. Koordinatorin der Ökumenischen Hospizbewegung Düsseldorf-Süd e.V. und Lehrtrainer/In der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management e.V.), Paul Herrlein (gf. Vorstand im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. und ehem. Geschäftsführer der St. Jakobus Hospiz Saarbrücken gGmbH), Dr. Rainer Prönneke (ehem. Chefarzt für Innere Medizin/ Palliativmedizin der Marienstift gGmbH in Braunschweig und Vorsitzender des Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V.), Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt (Prof. em. für Sozialwissenschaften an der Universität Köln), Dr. Paul Timmermanns (Seelsorger und Geschäftsführer der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH) und Prof. Dr. Michael Wissert (Prof. em. für Sozialarbeit/ Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management e.V.), das umfassende Bildungs-Know-How für Hospizarbeit und Palliativversorgung. Ein differenziertes Angebot von Aus-, Fort- und Weiterbildungen ist in einem fortwährenden Entwicklungsprozess für die gesamte Hospiz- und Palliativlandschaft in Deutschland entstanden und wir möchten auch für das kommende Jahr 2027 ihnen hierzu folgenden Überblick geben: 1. Ausbildung von Hospiz-Koordinatorinnen nach § 39 a SGB V Seit Jahren betrachten wir gemeinsam mit den Beiräten an der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH diese Entwicklungen der Ausbildungs- und Kompetenzbedarfe für die Koordinationstätigkeit in Hospiz- und Palliativeinrichtungen und bieten deshalb auch differenziert im individuellen Entwicklungsbedarf für alle Einrichtungen und Dienste nutzbare Koordinationsausbildungen mit ergänzbaren Abschlüssen wie folgt auch in 2027 an: a. Für die Koordinationsausbildungen in der ambulanten Hospizarbeit nach § 39 a SGB V: b. Für die Koordinationsausbildung in der ambulanten Kinder-Hospizarbeit nach § 39 a SGB V: c. Für die „Zusatzqualifizierung päd. Palliative Care“ nach § 39 a SGB V: 2. Ausbildung von SAPV-Koordinatorinnen nach §§ 37 b und 132 d SGB V Für die Ausbildung zur/m Case ManagerIn in der Hospiz- und Palliativversorgung incl. SAPV und Netzwerk-Koordination: 3. Palliative-Care-Ausbildung für Sozialarbeit und psychosoziale Berufe 2027 Diese Palliative-Care-Ausbildung ist nach § 39 a SGB V eine Voraussetzungsmöglichkeit für die Arbeit der Hospiz-KoordinatorInnen, die nun nicht auf dem Weg der Pflegeausbildung, sondern auf den Wegen anderer qualifizierter Sozialberufe, insbesondere der Sozialarbeit, in die Hospizbewegung gekommen sind. Immer mehr werden Hospizeinrichtungen im ambulanten Feld vor der Frage stehen, wo denn in der Zukunft die qualitativ gut ausgebildeten KoordinatorInnen herkommen sollen, die dringend benötigt werden? Mit der aktuellen Rahmenvereinbarung für die ambulante Hospizarbeit sind auf diesem Weg Zugänge für diese Berufsgruppen und Ausbildungswege geöffnet. Unser Ausbildungsformat hierzu gibt Ihnen n.a. auch dazu Antwort: !!! Weitere Informationen/ Anmeldung hier: 4. „Trauerbegleitung in Ehrenamt und Seelsorge“ (BHA-zertifiziert) für Hospizeinrichtungen und –träger inhouse Immer wieder erfahren wir die positiven Auswirkungen davon, dass die Arbeit im Bundesprojekt „Hospiz macht Schule“ ein gemeinschaftliches Engagement von Hospiz-Ehrenamtlichen (in Grundschulen) ist. Es wendet sich zur Umsetzung an Teams von Ehrenamtlichen aus den Hospizeinrichtungen und –vereinen. Wir haben die von uns aus diesem Kontext evaluierten Erfahrungen in der Bildung und Befähigung Ehrenamtlicher zusammengeführt, um für Hospizvereine und –träger ein Schulungskonzept zur Entwicklung von Trauerbegleitkompetenzen in den Ehrenamtlichengruppen inhouse anbieten zu können. Die ersten Inhouseschulungen dazu sind schon vorgenommen und wir sehen schon, wie wichtig eine einheitliche Kompetenzentwicklung in der Trauerbegleitung für die Ehrenamtlichen ist, die ja in einem Hospizverein oder einer –einrichtung gemeinschaftlich in Begleitung aktiv sind. !!! Informationen/ Anmeldungen hier !!! Hospizvereine und –einrichtungen, die Interesse an einer solchen zertifizierten Inhouse-Ausbildung zur Trauerbegleitung im Ehrenamt haben, können sich auch gerne über die Mailadresse trauerbegleitung@bundes-hospiz-akademie.de an uns wenden. Diese Ausbildung vermittelt auch Seelsorgekompetenzen und sie ist BHA-zertiftiziert. 5. Große Basisqualifikation Trauerbegleitung 2027 Die Begleitung trauernder Menschen ist untrennbar mit der Hospizarbeit verbunden. Kompetenzen und Strukturen dazu auszubilden, ist für viele Hospizeinrichtungen ein wichtiges Anliegen, das auch die neue Rahmenvereinbarung für die ambulante Hospizarbeit nach § 39 a SGB V mittlerweile als Leistungserfordernis formuliert: „Die ambulante Hospizarbeit soll… die (mit dem Sterben) verbundenen Trauerprozesse begleiten“ (§ 2 Abs 2 der RV). Nun gibt es mittlerweile recht viele TrauerbegleiterInnenausbildungen; Setting und Inhalt können da sehr unterschiedlich gefüllt sein. Seit Jahren befasst sich die Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH mit der Fortentwicklung dieses Arbeitsfeldes und ihre „Große Basisqualifikation Trauerbegleitung“, die in Grundstufe und Aufbaustufe modular aufgestellt ist, umfasst n.a. sowohl die Haltungsorientierung für die Einzelbegleitung als auch die Strukturorientierung für Gruppenangebote. Sie will ein klares Verständnis von Setting und Intervention in der Trauerbegleitung und zwar differenziert in einem für Einrichtungsangebote auch vernünftig abgestimmten Miteinander von Einzel- und/ oder Gruppenbegleitungen vermitteln. Sei es für ehrenamtlich begleitend oder/ und auch für hauptamtlich koordinierend Tätige. Über Jahre immer weiter ausdifferenziert vermittelt sie umfassend die gesamte Bandbreite von Ansätzen und Theorien und zielt auf einen klaren Integrationsansatz, der die Persönlichkeit zum Motor der Ausbildung und der Begleitung macht. Ihr Abschluss wird nach den Standards der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH zertifiziert. Daneben kann auch die Grundstufe der Ausbildung alleine belegt werden, um dann ggf. später diese mit der Aufbaustufe für den Zertifikatserhalt abzuschließen !!! Weitere Informationen/ Anmeldung hier: 6. Schnittstellenkompetenzen der HPV zur Notfallseelsorge/ -psychologie (Trauma) und die „Kognitive Resilienz“ ehrenamtlicher BegleiterInnen Notfallseelsorge und –psychologie ist schon lange ein Schwerpunkt an der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH. Mit der Abgrenzung zwischen Trauer und Trauma befassen wir uns in unserer „Großen Basisqualifikation Trauerbegleitung“ explizit und gehen dabei auch mit einem umfassenderen Einblick in die Abgrenzung zum Feld von Notfallerkrankungen. Für Menschen, die beruflich in Notfallsituationen zum Einsatz kommen, entwickeln wir schon länger Ausbildungskompetenz, zu der wir ein Konzept der „kognitiven Resilienzentwicklung“ aufgestellt haben. Aus den vielen Gesprächen mit ehrenamtlichen BegleiterInnen in den Hospizeinrichtungen, die uns in unseren Schulprojekten begegnen, sehen wir deutlich, dass es für die Hospizvereine und –träger eine wichtige Aufgabe darstellt, für und mit ehrenamtliche MitarbeiterInnen in der Hospiz-Begleitung über die Stärkung und Förderung der Resilienzpotentiale nachzudenken und da im Einzelfall gezielte Bildungshilfe anzubieten. Diese Bildungshilfe bieten wir an der Akademie für Hospizeinrichtungen und –träger in der Form an, dass die Teilnehmenden aus diesen Einrichtungen mit an den notfallseelsorglichen Kompetenzentwicklungen teilnehmen und spezifisch auf das Handlungsfeld der Hospizarbeit und Palliativversorgung eingegangen wird. Auch in der Hospizarbeit kommt es zu Begegnungen mit Handlungssituationen, in denen es um die traumatische Belastung gehen kann. In jeder Hospiz- und Palliativeinrichtung sollte mindestens eine Person sein, die in fester Anbindung an die Koordinationskompetenz eine Ahnung davon hat, was es in diesen Handlungssituationen zu beachten gilt. Auch können Ehrenamtliche eine größere Unsicherheit dahingehend haben, wie weit sie in ihrer Tätigkeit mit traumatischen Belastungssituationen konfrontiert werden können? Dieser Unsicherheit kann durch die eigene Resilienzentwicklung vorgesorgt werden. Deshalb haben wir diese „notfallseelsorgliche Kompetenz- und Resilienzentwicklung in Hospizen“ als Vorsorgemaßnahme entwickelt. !!! Weitere Informationen/ Anmeldung hier: 7. Zu den Bundesprojekten „Hospiz macht Schule“ In diesen Bundesprojekten begleiten wir, schon seit jetzt 20 Jahren evaluiert, sowohl Hospiz-Ehrenamt-Teams, die mit ihrer Projektarbeit in Grundschulen („Hospiz macht Schule“) aus dem bereitstehenden Kompetenz-Zirkel für die Projektarbeit schöpfen (möchten), als auch Teams aus Hospizeinrichtungen, die in die Projektarbeit an weiterführende Schulen („Hospiz macht Schule weiter“) kommen möchten und dort über das bereitstehende Projekt-Know-how die Entwicklung einer tragenden Trauerkultur einzubringen suchen. Im Bundesprojekt „Hospiz macht Schule“ wird dazu die in einem bundesweit einheitlichen Durchführungsstandard entwickelte Projektschulung der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH benötigt; im Bundesprojekt „Hospiz machth Schule weiter“ braucht es unsere Weiterbildung, die an der Akademie oder auch in einer Inhouse-Variante bei Ihnen in 2 Blöcken absolviert werden kann ist. Abschluss ist jeweils das entsprechende Zertifikat der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH. Dazu bieten wir entsprechende Fachtagungen in diesem Feld an so z.B. unsere diesjährige Tagung „Außer-curriculare Hospiz-Begleitung in Grundschulen“ am 30. November 2026 in Bielefeld. !!! Weitere Informationen/ Anmeldung hier: Zu den aktuellen Bildungswegen in den Projekten für die Grundschulen und für die weiterführenden Schulen begleiten wir die Teams fortlaufend über Fachreflexionstage inhouse und an der Akademie. Regelmäßig gibt unser Newsletter für alle an den Qualitätszirkel für die Projektarbeit angeschlossenen Teams Information zu den laufenden Bildungsmaßnahmen. !!! Weitere Informationen/ Anmeldung hier: Zu allen Aktivitäten der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH können Sie mit uns über unser Projekt- und Ausbildungshandy auch gerne persönlich ins Gespräch kommen; die Rufnummer lautet: 0151/ 55 79 81 57. |
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Wir wünschen allen einen guten Herbst 2026!
Dr. Paul Timmermanns PS: Wenn Sie sich weiter für Grundschulprojekte in der Hospizarbeit mit Kindern interessieren, dann schauen Sie vorbei auf unserer website des Bundesprojektes unter: www.hospizmachtschule.de |
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