Kulturprojekte

In diesem Bereich stellen wir Ihnen einige unserer aktuellen Kultur-Projekte vor. Es lohnt sich, öfter einen Blick in diesen Bereich zu werfen, da wir kontinuierlich neue Projekte vorstellen werden.


Die Arbeit mit Puppen in der Lebens- und Sterbebegleitung

FĂŒr die konkrete Arbeit in der Lebens- und Sterbebegleitung bedarf es ebenso einer Methodenvielfalt als auch einer Methodenkompetenz. Alle, die im Ehren- oder im Hauptamt hier fĂŒr HospiztrĂ€ger, -vereine und –organisationen tĂ€tig sind, stehen vor der Herausforderung, sich ihr Methodenrepertoire zu erweitern. Das Wort Methode meint da mehr als eine bloße statische Technik. Vor allem geht es darum, den konkreten Begleitfortgang so in seiner Aufrechterhaltung und Entwicklung gestalten zu können, dass in Hinsicht auf biographische IntegrationsablĂ€ufe das Lebendige, aber auch VerschĂŒttetes und ggf. VerdrĂ€ngtes aus den Lebensgeschichte wieder angesprochen und ggf. abgeschlossen werden kann.

Die Arbeit mit Puppen kann im Rahmen von Lebens- und Sterbebegleitung da AnsĂ€tze und Hilfestellungen geben, um die Grenzen des rein Sprachlichen zu erweitern und mehr in den Raum des Bildnerischen und Gestaltens von biographischen Prozessen kommen zu können. Die Kompetenzen zu dieser Arbeit wurden ĂŒber Jahrzehnte in Deutschland durch das, was man methodisch als „Therapeutisches Puppenspiel“ bezeichnet, entwickelt.

Die Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH hat sich in einem eigenen Projekt seit Anfang 2013 zur Integration dieser Kompetenzen und gestalterischen FĂ€higkeiten der Arbeit mit Puppen im Rahmen von Hospiz- und Palliativarbeit zusammengetan mit dem Frankfurter Institut fĂŒr Gestaltung und Kommunikation, dass in Deutschland in diesem Feld das wesentliche Ausbildungsinstitut ist. Gemeinsam haben wir fĂŒr 2014 einen eigenen Ausbildungskurs fĂŒr Ehren- und Hauptamtliche in der Lebens- und Sterbebegleitung entwickelt, der nun 2014 startet.


Gut Ahlhausen: Entwicklungsprojekt sozialrÀumlicher Landwirtschaft

In diesem Projekt wird von der Hospizkultur aus eine BrĂŒcke zu Fragen der allgemeinen Lebenskultur, wie z.B. die Produktion von Nahrungsmitteln, die ErnĂ€hrung generell, das Wohnen, das Freizeit-Arbeitszeit-VerhĂ€ltnis, Nachhaltigkeit u.Ă€., geschlagen. Eine besondere ProjektanknĂŒpfung findet sich in der Slow-Food-Bewegung, die wie die Hospizbewegung von einem lebenskulturellen Verlustwahrnehmen aus eine VerĂ€nderung gesellschaftlich festgefahrener Versorgungsstrukturen anstrebt und dabei kulturverĂ€ndernd wirkt. Sie setzt sich vor allem im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung von Nahrungsmitteln fĂŒr eine bewusstere und entschleunigte Neuentwicklung bestehender Herstellerstrukturen ein. Sie fragt nicht danach, wie die Effizienz des Systems gesteigert werden kann. Sie fragt vielmehr: „Was genießt der Gast“ und macht den Nutzern ein Angebot zur Steigerung der Lebenskultur, das ggf. andererseits BeschrĂ€nkung erfordert. Das Projekt will eine BrĂŒcke von der Slow-Food-Bewegung zur Hospizbewegung schlagen. Es enthĂ€lt den Aufbau einer auf QualitĂ€ten konzentrierten Landwirtschaft, in der Vertreterinnen und Vertreter aus beiden BĂŒrgerbewegungen sozial-rĂ€umlich zusammenarbeiten können. Die sozial-rĂ€umliche Landwirtschaft entsteht derzeit auf „Gut Ahlhausen“ in Ennepetal.


Förderprojekt: "Die Zukunft von Hospiz in einer bĂŒrgergemeinschaftlichen Gesellschaft"

Im Förderprojekt diskutiert die Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH in vielen GesprĂ€chen und Begegnungen mit engagierten Hospizlerinnen und Hospizlern das aktuelle Profil der Hospizbewegung in unserer Gesellschaft. Durch verschiedene Veranstaltungen und Projekte, insbesondere auch durch den Aufbau von Hospizforschung wird im Projekt an dem Zukunfts-Profil der Hospizbewegung innerhalb der Gesellschaft so gearbeitet, dass die gesellschafts-integrative Kraft der Hospizidee sich bĂŒrgergemeinschaftlich weiter entwickeln kann. Im Hintergrund stehen die "5 Bausteine fĂŒr die Fortentwicklung von 'Hospiz' heute", die Ende 2009 aus der Hospizbewegung heraus entwickelt wurden (Quelle: Die Hospiz-Zeitschrift Ausgabe 41) und die den "Anstoß" zu einer breiteren gesellschaftlichen Diskussion geben. Das Zukunftsprojekt wird in 2011 und darĂŒber hinaus zur StĂŒtzung des gesellschaftlichen Profils der Hospizbewegung Veranstaltungen und Projekte durchfĂŒhren, die durch verschiedene Stiftungen sowie Spenden gefördert werden.


Hospiz macht Schule

Hospiz macht Schule wurde vom Bundesministerium fĂŒr Familie gefördert und im Jahr 2008 mit dem Pulsuspreis ausgezeichnet. Mittlerweile wurden ĂŒber 300 ehrenamtliche Hospizmitarbeiter fĂŒr Hospiz macht Schule befĂ€higt und das Projekt bereits in 14 von 16 BundeslĂ€ndern etabliert. Entwickelt von der Hospizbewegung DĂŒren e.V. wird das Projekt heute von der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH durchgefĂŒhrt und multipliziert. Hospiz macht Schule hat es sich zum Ziel gesetzt, durch eine Woche Projektunterricht an Grundschulen gerade Kinder mit dem Thema "Tod und Sterben" nicht allein zu lassen. Im geschĂŒtztem Rahmen sollen sie die Möglichkeit bekommen, alle Fragen, die sie zum Thema Abschiednehmen - Lebensende bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.

Wenn auch Ihre Hospizgruppe sich fĂŒr das Projekt interessiert oder Sie ganz allgemein mehr erfahren wollen, besuchen Sie auch die eigene Homepage des Projektes unter www.hospizmachtschule.de


Hospiz macht Schule weiter...

Ein Hospiz-Projekt in weiterfĂŒhrenden Schulen und Berufsschulen fĂŒr Jugendliche, ihre Eltern und Lehrende

Das Projekt will Hospizdienste befĂ€higen, weiterfĂŒhrende Schulen und Berufsschulen dabei zu unterstĂŒtzen, Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren und Ă€lter im Erleben von Tod und Trauer zu begleiten. Hierzu soll durch das Projekt ein festes Team von Lehrenden in den Schulen durch den Hospizdienst etabliert werden, das selbst bei krisenhaften Ereignissen selbstĂ€ndig handlungsfĂ€hig ist. Die Lehrenden, Eltern und SchĂŒler bauen im Projekt ihre Kompetenzen und Vorhaltestrukturen selber auf und unterhalten diese dauerhaft. Es geht insofern um einen kulturellen Ansatz im Lebensraum Schule und nicht nur um einen externen Hilfeansatz. In den Schulen entsteht auf diese Weise ein Lebensraum und eine erweiterte Lebenskultur, vielleicht ein wenig mehr Lebensgemeinschaft fĂŒr Lehrende, SchĂŒler und Eltern entstehen. Das Projekt steht in Kooperation mit dem Caritasverband Wuppertal/ Solingen e.V..

Weitere Informationen zum Projekt können Sie auch unserem Flyer entnehmen.


Filmprojekt "Selbstkritische Hospizbewegung"

Dieses Projekt ist eine AktivitĂ€t des regionalen Schwerpunkts Norddeutschland innerhalb der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH. In diesem Schwerpunkt entwickeln verschiedene VertreterInnen aus Hospiz- und Palliativeinrichtungen des Nordens Deutschlands derzeit das Storyboard fĂŒr einen Reflexionsfilm, der die Entwicklung der deutschen Hospiz- und Palliativlandschaft als einer BĂŒrgerbewegung kritisch aufarbeitet. Gefragt werden soll, ob denn die stationĂ€ren Einrichtungen dort angekommen sind, wo sie hingehören und ob es nicht auch eine Art neuer gesellschaftlicher VerdrĂ€ngung gibt, in die gerade die stationĂ€ren Einrichtungen der Hospiz- und Palliativlandschaft durch eine wahrnehmbare SĂ€ttigungsbewegung zu den neuen Spezial-Orten fĂŒr das „schöne Sterben“ gemacht werden. Der Film will in vielen öffentlichen PrĂ€sentationen in Hospiz-Einrichtungen selber auf das fĂŒr „Hospiz“ und fĂŒr ihre wirkungsvolle Praxis unverzichtbare GespĂŒr der Lebendigkeit des Lebens hinweisen, dieses (wieder) wecken und das Leben in den „Hospizen“ - einst waren es GasthĂ€user (?) - lebendig, nĂŒchtern und einfach, wie es ist, zum Klingen bringen.


Das Apfelbaumprojekt

Um Sie in Zukunft besser ĂŒber dieses Projekt informieren zu können, haben wir eine Themenseite eingerichtet.

Zur Themenseite ...