Veranstaltungen
"Trauerbegleitung"

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Ausbildung in der Trauerbegleitung 2018


07.03.2018 - 07.02.2019
ein integratives Gesamtangebot an der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH

Hospiz- und Palliativdienste und –vereine sind in unterschiedlichen Konstellationen mit dem Trauererleben von Menschen konfrontiert. Sie auch in ihrer Trauer zu begleiten, gehört zum Tätigkeitsprofil von Hospiz- und Palliativarbeit und steht als Auftrag auch in vielen Satzungen der Hospizeinrichtungen. In Ihnen erfahren Trauernde Begleitung und Unterstützung; dieses geschieht in einem Kontext von Gemeinnützigkeit und stellt sich insofern nicht als eine abrechenbare Leistung dar.

Doch die Begleitung von Trauernden in den vielfältig möglichen Settings und Anforderungen, die das Leben mit sich bringen kann, will und muss fundiert sein. Hierzu ein qualifiziert differenziertes Ausbildungsangebot zu machen, das alle aktuell wirkungsvollen Schulen und Theorien des Trauerbegleitansatzes umfasst und auch vermittelt, ist das Anliegen dieses integrativen Ausbildungsangebotes an der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH.

In diesem Angebot haben sich langjährig erfahrene und forschende Lehrende in der Tauerbegleitung zusammengeschlossen, um eine große Basisqualifizierung Trauerbegleitung für alle in der Hospiz- und Palliativbewegung Aktiven so zu gestalten, dass alle gängigen Standards der Trauerbegleitung in ihr auch tatsächlich zusammenwirken können. Dabei soll es in dem modularen Gesamtsystem dieser Trauerbegleitausbildung für Menschen, die in Hospiz- und Palliativeinrichtungen tätig werden wollen und/ oder sind, möglich sein, für jedes ihrer Angebotsniveaus einen ausreichend qualifizierten Ausbildungsstand erreichen zu können. Die Ausbildung zielt auf individuell konzeptionierbare Nutzungsangebote der Hospiz- und Palliativeinrichtungen, d.h. jede/r kann entsprechend den Erfordernissen des späteren Tätigkeitsprofils in der Trauerbegleitung auswählen, bis zu welchem Abschluss die eimzelnen Ausbildungsteile kombinierbar abgeschlossen werden sollen.

Die ganze Ausbildung geht über 14 Monate und umfasst 220 Stunden, die in insgesamt 7 Blöcken von in der Regel jeweils 3 oder 4 Tagen absolviert werden. Nach 112 Ausbildungsstunden können die Teilnehmenden den Grundkurs der Ausbildung mit einer Teilnahmebescheinigung beenden. Direkt im Anschluss beginnt dann die Aufbaustufe dieser Trauerbegleitausbildung, die dann über weitere 108 Stunden geht und mit dem Erhalt eines Ausbildungszertifikats zum Abschluss gebracht werden kann (Mindestleistung = 90 %). Sie soll in der Ausbildung differenziert nach einem Bildungsweg in der Erwachsenentrauer und einem Bildungsweg in der Kinder- und Jugendtrauer gewählt werden können. Die Ausbildung beinhaltet auch das einschlägige Literaturstudium, Angebote in kollegialer Beratung bzw. Fallarbeit sowie Einzel- und Gruppensupervision. Grundstufe und Aufbaustufe werden mit einer Abschlussarbeit abgeschlossen.

Die Ausbildung kann ggf. auch in Inhouse-Form vor Ort gebucht werden (weitere Informationen dazu sind bei der Ausbildungskoordination unter trauerbegleitung@bundes-hospiz-akademie.de oder die Ausbildungshotline 0151/ 55 79 81 57 erhältlich).


I. Grundplanung fĂĽr 2018

A. Grundstufe (112 Std.)
Befähigt zur Trauerbegleitung in nicht erschwerter Trauer, Co-Leitung von Gruppen.

Block-Modul 1 mit 4 Tagen: 7. – 10. März 2018 (32 Std. à 45 Minuten)
Einstieg, eigene Trauerbiografie, Trauercollagen

Block-Modul 2 mit 3 Tagen: 25. – 27. April 2018 (24 Std. à 45 Minuten)
Unterschied Sterbe-/ Trauerbegleitung, Phänomenologie, Neurologie, Trauertypen. Trauerstrategien

Block-Modul 3 mit 4 Tagen: 23. – 26. Mai 2018 (32 Std. à 45 Minuten)
Systemischer Ansatz: Genogramm, Trauer im System; Gesprächsführung I: Personenzentrierte GF, Rollenspiele , Erwärmen, Setting und Struktur eines Gespräches/ eines Prozesses

Block-Modul 4 mit 3 Tagen: 20. – 6. Juni 2018 (24 Std. à 45 Minuten)
Gesprächsführung II: Zielerarbeitung, Erstgespräch, Auftragsklärung, Abschluss einer Begleitung, eigene Rolle, Dokumentation, Rituale; 10 Stunden Peergruppenarbeit;

Literaturstudium
Abschluss: Bescheinigung
Ca. 3-5 Seiten Abschlussarbeit für die, die nach der Grundstufe aufhören.


B. Aufbaustufe (108 Std.)
Befähigt zur Trauerbegleitung auch in erschwerter Trauer, Leitung von Gruppenangeboten.
(Umfang 88 Stunden)

Block-Modul 5 mit 3 Tagen: 11. – 13- September 2018 (27 Std. à 45 Minuten)
Erschwerte Trauer, Trauma, Resilienz, Kreative Methoden, Komplexe Trauersituationen

Block-Modul 6 mit 3 Tagen: 9. – 11. Oktober 2018 (27 Std. à 45 Minuten)
EinfĂĽhrung in den systemischen Beratungsansatz: Methoden
Arbeit mit dem Genogramm in einer Begleitung
Ausgewählte Themen in einem Trauersystem: wenn Kinder/ Eltern/ Geschwister sterben
Begleitung in einem Trauersystem

Block-Modul 7 mit 3 Tagen: 6. – 8. November 2018 (27 Std. à 45 Minuten)
Kinder- und Jugendlichentrauer; Kreative Methoden: Phantasiereisen, Imagination, Arbeit mit Stele und Tonerde; von Psalmen und Märchen; Körperorientiertes Arbeiten; Selbst- und Fremdwahrnehmung; Qualifeedback; Gruppenangebote

Abschluss-Modul 8 mit 1 Tag: 7. Februar 2019 (7 Std. Ă  45 Minuten)
Abschlussveranstaltung: Ausschnitte aus den Arbeiten und Ăśbergabe der Zertifikate

Zeitraum für Einzelarbeiten von März bis Oktober 2018
- Angebote fĂĽr Einzel- und Gruppensupervisionen nach individueller Vereinbarung
- Angebote in kollegialer Beratung und Fallbearbeitung
Zeitraum fĂĽr Abschlussarbeit von November 2018 bis Januar 2019
- Erarbeitung/ Abgabe der Abschlussarbeiten von ca. 20 Seiten Umfang


Abschluss: Zertifikat der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH

II. Zeiten und Ansprechpartner

a. 3-Tage-Module:
1. Tag von 14 h - 19 h;
2. Tag von 9 h - 19 h;
3. Tag von 9 h - 15 h.

b. 4-Tage-Module:
1. Tag von 14 h - 19 h;
2. Tag von 9 h - 19 h;
3. Tag von 9 h - 16 h;
4. Tag von 9 h - 15 h.

Das Ausbildungs-Team:


Für die Trauerbegleitausbildng nach den Standards der Bundes-Hospiz-Akademie (BHA) gGmbH haben wir 2015 ein umfassend und integrativ arbeitendes Ausbildungs-Team konstituiert, in dem sich Referentinnen und Referenten engagieren, die schon lange Jahre in der Trauerbegleitung auf allen Niveaus ausbilden und die vor allem auch tatsächlich alle gängigen Grundansätze, sowohl die biographisch-deutenden als auch therapeutische, vermitteln und lehren können. Einzelne Mitglieder des Ausbildugs-Teams waren schon in den Anfängen der Entwicklung von Standards für die Trauerbegleitung 2001/ 2002 aus der Hospizbewegung in Deutschland heraus beteiligt. Sie bereiteten dann 2005 auf dieser Grundlage die Gründung des TrauerInstitut Deutschland (TID) e.V. 2005 mit vor und trugen damit letztlich auch bei zur Gründung des Bundesverbandes Trauerbegleitung (BVT) e.V. 2012. In einem gemeinsamen Projekt 2014 wurden dann die heutigen Ausbildungsstandards zur Trauerbegleitung an der BHA gGmbH gemeinsam mit dem BVT e.V. abgeglichen und in ein aktuelles Angebotsformat gebracht, dass Grundlage dieser Trauerbegleitausbildung nach den Standards von BVT e.V. und BHA gGmbH ist.

Ausgangspunkt der Ausbildung in der Trauerbegleitung nach diesen Standards der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH ist es, dass in ihr tatsächlich alle gängigen Grundansätze und -theorien auch aus den Schulen selbst heraus, die sie in über Jahre etabliert haben, gelehrt und vermittelt werden. Die Auswertung unserer neueren Ausbildungserfahrungen aus den Jahren 2014/ 2015 haben gezeigt, dass bis heute zu das Fehlen einer einheitlichen und auch einheitlich evaluierten Ausbildungskonzeption, die von einem ReferentInnenpool auch tatsächlich gleichermaßen gemeinschaftlich vermittelt wird, in Deutschland immer noch zu konstituieren ist. Immer noch konkurrieren und organisieren sich verschiedene Schulen hier so, dass sie nur eigene Ansatzpunkte präferiert sehen. Eine auch tatsächlich einheitlich wirkende und evaluiert tätige Gesamtausbildung auf integrativer Basis entwickeln zu helfen, ist das Anliegen des gesamten Ausbildungsangebots zur Basisqualifikation Trauerbegleitung an der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH.

Wesentlich hierzu soll sein, dass die kontinuierliche Praxis in der Trauerbegleitausbildung neuere Entwicklungen in der Trauerforschung kontinuierlich im Blick behält. An das Ausildungs-Team sind deshalb auch in der Trauerforschung erfahrende wissenschaftlich Tätige angeschlossen.

Wesentlich hierzu soll es aber vor allem sein und bleiben, dass die Trauerbegleitausbildung in einen Kontext von Gemeinnützigkeit und Zwischenmenschlichkeit eingebunden bleibt, denn das ist ihr sozio-kultureller Gesamtzusammenhalt, den gesellschaftlich über eine enorme ehrenamtliche Aufbauarbeit die Hospizbewegung der letzten Jahrzehnte in Deutschland geschaffen hat. Trauerbegleitung als eine gesellschaftlich tatsächlich wirksame Bewegung kann und soll sich nicht ablösen von diesem Kontext der Hospizbegleitung als einer Bewegung von Bürgern, die sich gegenseitig im Leben - und eben auch in der Trauer - Halt und Stütze sind. Die Vorstellung einer regelfinanzierten Trauerbegleitung als eine bezahlte Dienstleistung im nach kontrollierten Leistungen differenzierten Finanzierungssystem des Sozial- und Gesundheitswesens kann da einfach – in Qualität und Atmosphäre und vor allem auch in der gelebten Praxis - nicht mithalten.

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Empfehlungen zur Ausbildungsentscheidung: Download