Die Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH informiert.

Montag, 05. Juli 2010
Das Apfelbaumprojekt - Bewerbungsmöglichkeiten für Hospiz- und Palliativeinrichtungen mit Garten

"Und wenn morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen."

So oder so ähnlich soll Martin Luther zum Ausdruck gebracht haben, was ihm das Leben und sein Enden bedeutet. Äpfel und Apfelbäume sind Symbole des Lebens und auch dessen Höhen und Tiefen lassen sich mit ihnen zum Ausdruck bringen. Der Apfel ist Symbol der Fruchtbarkeit und auch des Todes. Der "Baum der Erkenntnis" ist ein Apfelbaum, wer von seinen Früchten ißt, erkennt den Gang des Lebens. Der Apfel ist insofern auch ein Symbol des letzten Erkennens der Welt im zum Ende Kommen des eigenen Lebens. Er ist in den Übergang des menschlichen Lebens zum Tod gestellt.

Wer andere Menschen in dieser letzten Lebenskrisenzeit begleitet, pflanzt von daher immer auch einen Apfelbaum. Es geht immer um Klarheit - doch Wege des Erkennens gibt es viele: lange, kurze und auch nie endende im steten Hoffen, zum letzten Ziel doch kommen zu können. Im Pflanzen des Apfelbaums sind sie alle symbolisch zusammengefasst und zum Ausdruck gebracht.

Auch wenn wir solche und ähnlich Wirkungen des Apfelgenusses nicht garantieren können, so scheint es doch naheliegend, dass in jeder Hospiz- und Palliativeinrichtung ein Apfelbaum stehen sollte.

Die Bundes-Hospiz-Akademie hat deshalb das Apfelbaumprojekt kreiert. Im Herbst der Jahre 2010 und 2011 können sich jeweils bis zu 3 Hospiz- und Palliativeinrichtungen bei der Bundes-Hospiz-Akademie bewerben, die Pflanzung und die Pflege eines Apfelbaums geschenkt zu bekommen. Zu bedenken gilt es eigentlich als das wichtigste Vorauswahlkriterium nur, dass die Einrichtung über einen Garten mit ausreichend geeignetem Pflanzraum verfügen muss. Gepflanzt werden sollen Hochstammapfelbäume. Gemeinsam mit den für jedes Jahr aus allen Bewerbungen ausgewählten Einrichtungen werden wir dann nach einer passenden Apfelsorte für den Standort suchen. Gepflanzt werden soll ausschließlich - im Sinne der Biodiversität - von alten Apfelsorten. Sie bieten auch hinsichtlich ihrer alten Namen genügend Anknüpfung an Sinn und Zweck der Maßnahme.

Für die Bundes-Hospiz-Akademie ist das Apfelbaumprojekt eine weitere Möglichkeit, das Profil von "Hospiz" in der Gesellschaft wieder neu zum Ausdruck zu bringen. Für die Hospiz- und Pallativeinrichtung, in deren Garten durch das Projekt ein Apfelbaum kommt, entstehen vielleicht auch so neue Ausdrucksimpulse für die Begleitung von Schwerst- und Sterbenskranken. Mit einer gemeinsamen regionalen Initiative zur Öffentlichkeitsarbeit wollen wir auf die hospizliche Arbeit der Einrichtung aufmerksam machen.


Zu Ihrer Bewerbung:

Auf unserer Homepage haben Sie die Möglichkeit, sich über ein Formular zur Teilnahme am Projekt zu bewerben. Klicken Sie hier um direkt zum Bewerbungsformular zu gelangen.

Bei mehr als 3 Bewerbungen für 2010 und 2011 wählen wir aus und planen die Fortführung des Projekts für die Zukunft danach. Für Rückfragen stehen zur Verfügung: Tobias Pollmüller (0221/16927407) oder Dr. Paul Timmermanns (0202/443057).

Wir wünschen viel Erfolg bei der Betrachtung Ihres Gartens.

Für Beirat und Team der Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH


Dr. Paul Timmermanns
(Geschäftsführung/Projekte/neue Entwicklungen)

Tobias Pollmüller
(Presse/Medien/Projekte)


Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH
Auer Schulstr. 17
42103 Wuppertal

Tel.: +49 (0)202-946733-30
Fax.: +49 (0)202-946733-11
Web: www.bundes-hospiz-akademie.de
Mail: info@bundes-hospiz-akademie.de

Geschäftsführender Gesellschafter:
Dr. Paul Timmermanns
HR B 19898 (Gerichtsstand Wuppertal)
StNr.: 132/5900/3112


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